historische Führungen in Berlin und Brandenburg
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Die Nachstellung der Gefechtsereignisse 1806 bei Gransee
vom 29.06.2018 bis 01.07.2018 in der Granseer Altstadt war ein voller Erfolg!
Ereignisse des 26. - 28.10.1806 in und bei Gransee 
Am frühen Morgen des 26.10.1806 versammelte der General Friedrich Ludwig Fürst zu Hohenlohe-Ingelfingen, kommandierender Oberbefehlshaber der Preußischen Truppen im Marsch auf Stettin, sämtliche Infanterie und Artillerie  bei dem Dorfe Schönermark bei Gransee.
Hier wollte man die Truppen des General Blücher erwarten und gemeinsam marschieren.
Dem General Blücher, der mit seinem Hauptquartier in Ganzer bei Wusterhausen stand, seine Truppen so um die 10.000 Mann stark aber bis nach Havelberg zerstreut waren, erreichte diese Nachricht aber erst gegen 11 Uhr und konnte somit unmöglich noch am Vormittag des 26.10.1806 bei Gransee eintreffen.
Die Truppen, zwischen 10.000 bis 15.000 Mann an der Zahl hier bei Gransee wartend, sollten über Zehdenick, Templin, Prenzlau Richtung Festung Stettin marschieren.
Zur rechten Flankendeckung gegenüber dem Finowkanalufer wurden ca. 3.000 Mann Kavallerie und 500 Mann Infanterie unter Generalmajor Christian Ludwig Schimmelpfennig von der Oye kommandiert, die zu der Zeit in Zehdenick standen.
Voraus wurden die Fouriere und Quartiermacher Richtung Zehdenick abgeschickt.
Dem Fürsten Hohenlohe waren durch Patrouille der Herren von Alvensleben und Rostitz gemeldet, dass die Franzosen am 25.10.1806 in Berlin erwartet werden und somit keine Zeit zum Warten blieb.
Im Laufe des Vormittages trafen die Quartiermacher in Zehdenick ein, um Verpflegung und Quartier zu organisieren.
Nachdem die Truppen von General Blücher nicht eintrafen und Meldungen über das Auftauchen französischer Kavallerie eingingen, schlug Stabschef Oberst von Massenberg vor, von der Strecke abzuweichen und Richtung Fürstenberg zu marschieren.
Damit überließ man den Franzosen mit dem kürzeren Weg auch den Vorsprung Richtung Prenzlau.
So marschierten die Preußen nach 3 Stunden untätigen Wartens durch Gransee und dann Richtung Fürstenberg.
Dem General Schimmelpfennig wurde am Vormittag in Zehdenick gemeldet, dass der Feind in Oranienburg und im Besitz aller Brücken wäre, tat aber nichts, um den Marsch des Fürsten Hohenlohe zu sichern, wozu seine Einheit bestimmt war.
Die Meldung schickte er erst gegen Mittag mit den Offizieren zum Paroleempfang nach Gransee, die aber nicht mehr durchkamen.
Der Hauptmann von Liebhaber, der mit den Instruktionen des Fürsten Hohenlohe für General Schimmelpfennig  nach Zehdenick mit Postpferden gefahren und sich vom General ein Reitpferd erbat, das er ihn aber nicht gewährte, wurde in der Stadt Zehdenick von den Franzosen gefangen genommen worden.
Die Franzosen die die Straße zwischen Zehdenick und Gransee blockierten, drängten nach Einnahme von Zehdenick Richtung Gransee und plänkelten mir der Nachhut Hohenlohes, ohne massiven Angriff, da der Hauptteil der Franzosen bei Zehdenick plünderte und biwakierte.
Erst gegen 12 Uhr am 27.10.1806 umlagerten ca. 400 französische Husaren die Stadt und erpressten Geld und Lebensmittel.
Am Abend kamen 3 Kavallerieregimenter des Korps Bernadotte und biwakierten in und vor der Stadt. Alles was sie brauchten wurde aus Häusern und Scheunen genommen. Am 28.10.1806 wurden diese durch Infanterie und Artillerie abgelöst, die ebenfalls nahmen was zu kriegen war.


































































































Und das war vor 2 Jahren in Zehdenick
Das Gefecht bei Zehdenick
Durch unsere Heimatforschungen haben wir das recht unbekannte Gefecht bei Zehdenick am 26.10.1806 genauer erforscht und haben festgestellt, dass dieses Gefecht in den vergangenen 210 Jahren von preußischer Seite nicht gerade oft genannt wurde. 
Dieses Gefecht und deren Resultat (eigentlich war es eine entscheidende Abfolge mehrerer Gefechte am selben Tag) haben nachhaltig den weiteren Kriegsverlauf 1806/07 in Mitteleuropa bestimmt. Inzwischen haben wir die Kampfplätze verortet und die Gräber gefunden. Ein Gedenken an die Ereignisse und deren Opfer hat bisher nie stattgefunden. 
Um das zu ändern, haben wir in schwieriger einjähriger Gesprächszeit erreicht, im Rahmen der Zehdenicker 800-Jahresfeier, das Gefecht an der Stadtbrücke, das damals mehr als 1 ½ Stunden dauerte, darstellen zu können. 
Ein kleines Buch zu den damaligen Ereignissen haben wir inzwischen fertig gestellt und kann bei uns erworben werden. 
Damit ist die restliche Finanzierung des Gedenksteins am Massengrab in Hammelspring geplant. 
Das Biwak würde am historischen Platz in bester Lage in der Zehdenicker Altstadt errichtet. Das Biwak hatte 75 hochmotivierte Darsteller aus ganz Deutschland zu Gast. Leider war die Einladung internationaler Teilnehmer aus Geldmangel nicht möglich.
Zum eigentlichen großen Stadtgefecht gab es Kleingefechte und Plünderungsszenen. 
Wir hatten die unwiederbringliche Chance, dieses Ereignis am historischen Ort sehr authentisch nach 210 Jahren darzustellen und aus der Vergessenheit zu holen. Der damalige Untersuchungsbericht zum Ereignis bei Zehdenick von General von Bülow wurde einmal nach 100 Jahren veröffentlicht und ist im Flammenmeer des 2. Weltkrieges vernichtet worden. 
Wir freuten uns, viele interessierte Darsteller und Zuschauer zu diesem „lebendigen Gedenken“ an die Ereignisse dabei gehabt zu haben. 





































                                                                            Es war ein voller Erfolg!






MAZ1 DSC_0152 DSC_0169 Zeitungsartikel Hammelspring